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Andreas Franco: Politik in Köln.
Grundlagen, Personen, Geschichten,
Stadt Köln, Bezirke; 07. Juni 2016.

208 Seiten; 12,95 Euro.
Zu beziehen über den Buchhandel (z.B. Amazon, Thalia) oder direkt hier: kontakt@politik-in-koeln.de

icon Umwelt und Klima

Politik in Köln gibt hier einen Überblick zum Thema Umwelt und Tiere in Köln. Die Kölner Politik hat sich hierbei u.a. mit dem Thema Lärm ebenso beschäftigt wie mit den Themen Klima: Reduktion der CO₂-Emmission und Klimawandelgerechte Metropole Köln: Hitze und Starkniederschläge. Allerdings gilt auch hier, was für die Luftreinhaltung gilt. Außer etwas notgedrungenem Alibi-Aktionismus hat sich bisher wenig getan: Kölnische Rundschau vom 01.12.2015: Dicke Luft beim Klimaschutz in Köln.

Auf der Seite Umwelt und Tiere der Stadt Köln findet sich der Einstieg in dieses Thema.

Lärm

  • Die Seite Lärm bietet u.a. Infos zu folgenden Themen:
    • Lärmminderungsplanungen
    • Eine interaktive Kölner Lärmkarte

Das LANUV NRW (Umweltministerium NRW) stellt ebenfalls eine sehr gute interaktive Lärmkarte zur Verfügung: www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de.

Der Stadt Köln drohen seitens der EU Konventionalstrafen, weil sie gegen EU-Recht (und Bundesrecht) verstößt. Deshalb hat die Verwaltung jetzt ihre Lärmaktionsplanung nach EU-Umgebungslärmrichtlinie bzw. § 47 d BImSchG vorgelegt. Die Planung fußt auf dem "Handlungs- und Maßnahmenkatalog der Firma LK-Argus" und soll ab dem 24.11.2015 in den Gremien behandelt und am 22.09.2016 vom Rat beschlossen werden.

Der Stadtrat hat sich am 22.09.2016 mit dem Thema beschäfftigt: Lärmaktionsplanung nach EU-Umgebungslärmrichtlinie bzw. § 47 d BImSchG: Handlungs- und Maßnahmenkatalog der Firma LK-Argus für die weiteren Arbeiten zur Kölner Lärmaktionsplanung. Siehe auch die Änderungsanträge (TOP 10.32)

Diskutiert werden mit jeweils unterschiedlicher Priorisierung: (Anlage 2)

  • Lärmmindernder Fahrbahnbelag, Ausbesserung von Straßen
  • Optimierung der Verkehrsführung, Kreisverkehre statt Ampeln
  • LKW-Nachtfahrverbote
  • Gesamtstädtisches Geschwindigkeitskonzept, Geschwindigkeitsbegrenzungen
  • Rückbau von Straßen, Bewuchs an Straßen
  • Parkraummanagement, Gesamtstädtisches Fuß- und Radverkehrskonzept
  • Ausbau ÖPNV

Siehe auch: KStA vom 18.1.2015: Lärmaktionsplan: So soll Köln leiser werden.

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Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung sind alle 5 Jahre zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren. Der neueste Lärmaktionsplan liegt vom 24. November bis 21. Dezember 2016 öffentlich aus.

Klima: Reduktion der CO₂-Emmission.

Die selbstgesteckten Ziele der Stadt Köln ergeben sich aus zwei Abkommen (Unsere Klimaschutzverpflichtungen):

  1. Klima-Bündnis: Köln ist seit 1992 Mitglied. Ziel (Basisjahr 1990):
    • Reduktion der CO2-Emissionen um zehn Prozent alle fünf Jahre.
    • Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen bis spätestens 2030.
    • langfristig ein Niveau von 2,5 Tonnen CO2-äquivalent pro Einwohner und Jahr dauerhaft zu erreichen.
  2. Bürgermeisterkonvent: Köln ist seit 2008 Mitglied. Die Ziele sind bis zum Jahr 2020 (Basisjahr 1990) eine mindestens:
    • 20 prozentige Steigerung der Energieeffizienz
    • 20 prozentige Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger am Energiemix
    • 20 prozentige Senkung der CO2-Emissionen.

In ihrem für den Bürgermeisterkonvent erstellten Aktionsplan für nachhaltige Energie der Stadt Köln (1,2 MB/ Stand Feb. 2010) beschreibt die Stadt Köln mehrere seit 1962 unternommene Maßnahmen. Weitere Maßnahmen wurden im Klimaschutz-Maßnahmenprogramm Köln 2014 (Anlage 1: Integriertes Klimaschutzkonzept Köln 2013 (IKSK)) dargestellt. Hier entnehmen wir auf den Seiten 5ff, dass von den beabsichtigten 20% CO2-Einsparung seit 1990 bis 2008 ca. 15 % durch die Teilbereiche Energie und Verkehr erreicht wurden. Die restlichen 5 % könnten durch den Bereich Wirtschaft abgedeckt werden. Um jedoch weitergehende Ziele wie die Halbierung der CO2-Pro-Kopf-Emission bis 2030 zu erreichen, müsse "...die Stadt Köln ihre Klimaschutzbemühungen in Zukunft noch deutlich steigern." (S. 6).

2008 wurden im Bereich Verkehr ca. 2,66 Millionen Tonnen und im Bereich Energie ca. 7,6 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, was einer Pro-Popf-Emission von 10,1 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Bei den Zahlen ist der Endenergieverbrauch für die Teilbereiche Energie und Mobilität mit zusammen 29.330 GWh berücksichtigt. Nicht berücksichtigt beim Verkehr ist der Flugverkehr mit einem Endenergieverbrauch von 5.070 GWh. Dieser ist überregional verursacht und kommunal nur wenig beeinflussbar(S. 8f).

RheinEnergie AG

Ein wichtiger Akteur im Ringen um den Klimaschutz ist natürlich die RheinEnergie AG. Sie gehört zu 80 % der Stadt Köln und zu 20 % der RWE. Im Klimaschutzprogramm Energie & Klima 2020 wurde 2007 das Ziel festgehalten, jährlich bis zu 150.000 Tonnen CO2 zusätzlich einzusparen.
Hier eine Übersicht des Strommixes sowie den Mengen an CO2 und radioaktivem Abfall je kWh der RheinEnergie im Vergleich mit RWE, Deutschland, badenova (Freiburg), Ökostrom.


Gerade die Braunkohleverstromung von RWE steht wegen der hohen CO2-Emissionen stark in der Kritik. RWE versucht dieser Kritik mit ihrer Kampagne voRWEggehen zu entgegenen. Inwieweit dies alles nur unter dem Begriff des Greenwashing abzuhaken ist, überlasse ich dem/r geneigten Leser/in. Auch die RheinEnergie setzt bei ihrer Stromerzeugung auf Braunkohleverstromung im geringen Ausmaß und weist dabei auf die "umweltfreundliche" Wirbelschichtbraunkohletechnik hin. Im Geschäftsbericht 2014 erfahren wir, dass RheinEnergie 2014 insgesamt 12 Terawattstunden Strom eingekauft und 2,8 Terawattstunden Strom selbst produziert hat. Gerne weisen Sie dabei auch auf Seite 27 auf den Strommix des eigenerzeugten Stromes hin. Über den Gesamtstrommix (siehe oben) erfahren wir im Geschäftsbericht nichts.

Eigene Stromerzeugung (2,8 TWh) (Gesamtstrom (14,8 TWh) siehe oben)

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Quelle: Eigene Stromerzeugung (2,8 TWh): Geschäftsbericht 2014, S.27; Gesamtstrommix (14,8 TWh) siehe oben.


Siehe auch: Greenpeace Köln: Braunkohlekraftwerk Merkenich abschalten.

Die städtische Seite Klima bietet u.a. Infos zu folgenden Themen:

  • Klimaschutzkonzepte: Integrierte Klimaschutzkonzepte Energie und Verkehr von 2011/12.
  • Das Klimaschutz-Maßnahmenprogramm Köln 2014: Leider gibt es nicht ein einzelnes Dokument, das dieses Programm übersichtlich zusammenführt. Das Programm besteht aus folgenden 4 Anlagen sowie dem Ratsbeschluss vom 08.04.2014.
    • Anlage 1: Integriertes Klimaschutzkonzept Köln 2013 (IKSK) - Lebenslagen: Vorlage vom 20.01.2014
    • Anlage 2: Maßnahmenprogramm IKSK 2013
    • Anlage 3: Vorrangige Maßnahmen des IKSK 2014
    • Anlage 4: Auszug Beschlussprotokoll Verkehrsausschuss vom 25.03.2014 zum IKSK 2013
    • 08.04.2014: Geänderter Ratsbeschluss: TOP 10.6: Niederschrift S. 56f.
  • Das Programm "Nachhaltig Wirtschaften - mit ÖKOPROFIT®"
  • Das Projekt "SmartCity Cologne"

Hier erhalten Sie den Jahresbericht 2015 der Koordinationsstelle Klimaschutz.

Klimawandelgerechte Metropole Köln: Hitze und Starkniederschläge

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Besondere Beachtung verdient das Projekt Klimawandelgerechte Metropole Köln. Es wurde 2013 vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen mit dem Deutschen Wetterdienst in enger Kooperation mit der Stadt Köln und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, AöR, durchgeführt: Klimawandelgerechte Metropole Köln.

Die Studie geht von einer deutlichen Zunahme der Hitzebelastung sowie von Starkniederschlagsereignissen in Köln aus. Eine verantwortungsvolle Stadtentwicklungspolitik kümmere sich deshalb um den Klimaschutz und auch um Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Gefordert werden deshalb unter anderem das Schaffen von Flächen, die einer Abkühlung förderlich sind sowie schattenspendende Maßnahmen:

  • z.B. durch Reduzierung der Aufheizung von Hof- und Platzflächen durch Entsiegelung, Baumpflanzungen, Verschattungselemente (Überdachungen, Pergolen, Zeltplanen) und helle Pflasterung sowie von Straßenräumen und Fassaden durch Baumpflanzungen, beziehungsweise Fassadenbegrünungen (S. 126).
  • Wer sich den Ottoplatz vor dem Deutzer Bahnhof, den Breslauer Platz beim HBf oder auch den Rheinboulevard oder andere beliebige Plätze in der Innenstadt anschaut wird feststellen, dass die Stadtplaner im Kölner Hochrisikogebiet vor allem auf Betonplatten und den Verzicht auf Schattenspender wie z.B. Bäume setzen.

Siehe auch Ausschuss für Umwelt und Grün, Sitzung vom 13.01.2015, TOP 4.1 sowie die dazugehörige Präsentation (Im Kopfteil).

Weiterer Beratungsverlauf:

Auch interessant:

Luftreinhalteplan Köln 2012 (Bezirksregierung Köln)

Luftreinhaltemaßnahmen in Köln sollen vor allem die Belastung mit Feinstaub (PM₁₀) und Stickstoffdioxid (NO₂) verringern helfen. Mehr dazu auf der Seite zur Luftqualität.