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buchcover

Andreas Franco: Politik in Köln.
Grundlagen, Personen, Geschichten,
Stadt Köln, Bezirke; 07. Juni 2016.

208 Seiten; 12,95 Euro.
Zu beziehen über den Buchhandel (z.B. Amazon, Thalia) oder direkt hier: kontakt@politik-in-koeln.de

icon Soziales

Hörspiel Bayern2: "Prolls, Assis und Schmarotzer": Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet; 17.07.2015.
Deutschlandradio Kultur: Was heißt Armut in Deutschland?: "Wer ein Auto besitzt, kann nicht arm sein"; vom 15.03.2016.
Urteil der Europäischen Kommission:
"Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen."
Europäische Kommission (2017): Länderbericht Deutschland 2017 mit eingehender Überprüfung der Vermeidung und Korrektur makroökonomischer Ungleichgewichte, Brüssel, 22.02.2017, S. 11 (1,4 MB).
Armutsbericht 2016: S. 17 u. 22:
Armut20062014
Deutschland14,015,4
NRW13,917,5
Köln16,120,5
Dabei sieht der Bericht die Armut gegeben, wenn den Personen weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens zur Verfügung stehen. Andere sehen hier ein Armutsrisiko. Wieder andere sehen Armut nur in der 3. Welt.

Anzahl und Anteil der Kinder in Familien im SGB-II-Bezug nach Altersgruppen in Köln
In ProzentUnter 33 - 66 - 1515 - 18Unter 18
absolut
Unter 18
in Prozent
201121,824,322,618,735.13222,1
201521,624,323,920,437.78123,0
Quelle: Bertelsmannstiftung: Factsheet: Kinderarmut, 2016: S. 3 u. 5.

Landesarmutskonferenz Niedersachsen: Arbeit, Armut, Würde vom 17.11.2015: Präsentation: "Die im Schatten stehen, sieht man nicht": Armut und Ausgrenzung in Deutschland (1,3 MB).
Am 27.01.2016 gab es im Bundestag einen Zusatzpunkt zur Aktuellen Stunde mit dem Thema: "Haltung der Bundesregierung zu aktuellen Armuts- und Reichtumsstudien". Das 95-minütige Video gibt einen interessanten Einblick darauf, wie die unterschiedlichen Parteien das Thema sehen und einordnen. Wer glaubt, es seien sowieso alle Parteien unterschiedslos, sollte sich diesen Mitschnitt anschauen:
Bundestag: 151. Sitzung vom 27.01.2016.

Soziale Einrichtungen und Angebote der Stadt Köln

11 Sozialräume: Lebenswerte Veedel - bald "Starke Veedel, starkes Köln"

11-Sozialraeume
© www.openstreetmap.org, http://umap.openstreetmap.fr/de/, (af).

Unter dem Titel "Lebenswerte Veedel" wurden seit 2006 in 11 Sozialraumgebieten Sozialraumkoordinationsstellen eingerichtet, die die Arbeit der städtischen Dienststellen, freier Träger sowie der Bürger/innen besser bündeln und vernetzen sollten. Ziel aller Anstrengungen war, die Lebensbedingungen der Bewohner/innen durch "sinnvolle Angebote und frühzeitige Hilfen vor Ort" zu verbessern. Hierzu wurden in den 11 Gebieten in enger Zusammenarbeit jeweils eigene Programme aufgelegt:

Hier geht es zur Seite des Programms bei der Stadt mit ausführlichen weiteren Informationen zu den einzelnen Sozialraumgebieten: Lebenswerte Veedel

Einen Überblick über die 11 Koordinationsstellen samt Karte sowie Links und Adressen zu den einzelnen Projekten findet sich hier: Die elf Koordinationsstellen im Überblick

Auf einer Pressekonferenz stellte der Oberbürgermeister Jürgen Roters am 22. April 2015 den Plan vor, die Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm Mülheim 2020 nach seinem Abschluss auf die genannten 11 Sozialraumgebiete innerhalb eines neuen EU-Förderprogramms bis 2020 anzuwenden. Anfang Juni 2015 wurden die Bürger/innen darüber informiert und beteiligt (Infoveranstaltung am 01. Juni 2015 mit abrufbarem Flyer.).

Ab Juni 2016 wurden die Gremien über den aktuellen Stand zum Programm Starke Veedel - Starkes Köln informiert: Mitteilung Ausschuss: Erstellen eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) "Starke Veedel - Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten" für die neue EU-Förderperiode 2014-2020 im Rahmen des Aufrufs der Landesregierung "Starke Quartiere - starke Menschen".

Stadt Köln

SGB-II-Bezug
SGB-II-Bezug Dez. 2014
© www.openstreetmap.org, http://umap.openstreetmap.fr/de/, (af)
Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2015, S. 81.

Sozialhilfe/ Amt für Soziales und Senioren:

Informationen zu Arbeitslosigkeit/ Hilfen für erwerbsfähige Personen finden Sie unter Arbeit. Bei nicht erwerbsfähigen Personen kommt die Sozialhilfe nach SGB XII in Betracht. Siehe auch die Infos des BMI für Arbeit und Soziales: Sozialhilfe.

  • Die Sozialhilfe setzt sich aus unterschiedlichen Leistungen zusammen. Zuständig sind die Kommunen, also hier die Stadt Köln; für Sondergruppen der Landschaftsverband (z.B. Behinderte in Wohnheimen). Die entsprechenden Aussenstellen der Ämter für Soziales und Senioren gibt es in jedem Stadtbezirk: Amt für Soziales und Senioren.

Sie dürfen zu allen Terminen eine Begleitperson (Beistand) mitnehmen: § 13 SGB X: Bevollmächtigte und Beistände

  • ...(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.
  • (5) ...Beistände sind zurückzuweisen, wenn sie entgegen § 3 des Rechtsdienstleistungsgesetzes Rechtsdienstleistungen erbringen.
  • (6) ...Beistände können vom Vortrag zurückgewiesen werden, wenn sie hierzu ungeeignet sind; vom mündlichen Vortrag können sie nur zurückgewiesen werden, wenn sie zum sachgemäßen Vortrag nicht fähig sind. ...

Siehe auch unter: Arbeit.

Hilfen für Familien, Kinder und Jugendliche:

Hilfe, Beratungen und Leistungen für Familien und besonders auch für Kinder und Jugendliche: Stadt Köln.

2016 ist der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln - Planungszeitraum 2016 bis 2020 - Bestands- und Bedarfsanalyse, Maßnahmenplanung (Nr. 2191/2016) zur Beratung in den Gremien. Darin enthalten sind folgende Punkte:

  • Aktueller KJFP 2016-2020
  • Anlage 1: Kinderinteressen und Jugendförderung: Aufgabenspektrum 2015
  • Anlage 2: Konzept Schulsozialarbeit
  • Anlage 3: Gewaltpräventionskonzept, Teil I
  • Anlage 4: Gewaltpräventionskonzept, Teil II
  • Anlage 5: Konzept Streetwork
  • Anlage 6: Inklusion in der Jugendförderung

Köln-Pass:

Der Köln-Pass berechtigt Einwohner mit geringem Einkommen zu Vergünstigungen bei zahlreichen städtischen und stadtnahen Unternehmen: Köln-Pass.

Hilfen bei (drohender) Wohnungslosigkeit:

Laut BAG Wohnungslosenhilfe e.V. waren 2014 in der BRD 335.000 Menschen ohne Wohnung. Davon lebten ca. 39.000 Menschen auf der Straße (Obdachlose).

Siehe auch Stadtforschung: Eine Frage der Perspektive vom 18.11.2015 zur Frage der freiwilligen Obdachlosigkeit.

Siehe auch Bericht der Stadt Köln: Wohnungslose Frauen in Köln: Bericht 2015 über die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln. Demnach ist in Köln die Anzahl aller Wohnungslosen von 4.910 Menschen in 2012 auf 5.229 Wohnungslose in 2014 gestiegen (Seite 4).
Laut Kölnische Rundschau vom 27.07.2016 handelte es sich bei den Zahlen um einen Fehler. Tatsächlich gab es demnach jeweils Ende Juni
2011 - 4.277
2014 - 4.584
2015 - 4.683
Obdachlose in Köln.

Mokli: Die Hilfefinder-App für Jugendliche in Not:

Hier finden Jugendliche in Not auf Karten eingezeichnet Hilfen zu den Themen:

  • Essen
  • Schlafen
  • Ärzte
  • Hygiene
  • Beratung
  • Sonstiges

Die Hilfen gibt es online über Internet (www.mokli-help.de) und ab März 2017 auch als Smartphone-App.

Nicht-städtische Angebote (sicher nicht vollständig)

Hilfen bei Überschuldung/ Schuldnerberatung:

Wachsen Ihnen die Schulden über den Kopf, sollten Sie den Gang zur Schuldnerberatung nicht scheuen. Das Verfahren ist gesetzlich geregelt. Die Beratung wird von privaten und kirchlichen Trägern vorgenommen.

  • Die Seite der Schuldnerhilfe Köln e.V. bietet interessante Informationen zum Thema.
  • Auf der Seite Schuldenhelpline finden Sie nicht nur eine Onlinehilfe, sondern auch eine Auflistung der Beratungsstellen in Köln und Deutschland.
  • Das Justizministerium NRW hat eine Broschüre mit wichtigen Informationen zum Verbraucherinsolvenzverfahren erstellt: Verbraucherinsolvenzverfahren.

Weitere Hilfsangebote/-adressen:

1983 hatte sich das Evangelische Sozialwerk Köln zur Gründung des "Kölner Arbeitslosenzentrum KALZ e.V." entschlossen. Mittlerweile werden folgende Hilfen angeboten:

  • Beratung bei Arbeitslosigkeit: Kölner Arbeitslosenzentrum KALZ e.V.
  • LObby-REstaurant LORE in der Domstraße 81 als Begegnungsstätte für "Berber und Banker": LORE.
  • GULLIVER: Überlebensstation für Obdachlose in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof (Bahnbogen 1 der Hohenzollernbrücke): GULLIVER.

Verschiedene Hilfsangebote der Katholischen Kirche werden von der Caritas organisiert: Für Menschen in Krisen und sozialen Schwierigkeiten.

Verschiedene Hilfsangebote der Evangelischen Kirche werden von der Diakonie organisiert: Angebote.

DIE LINKE Köln bietet eine kostenlose Sozialberatung für Fragen über "Hartz IV" und die "Grundsicherung im Alter" an: Sozialberatung.

Der VdK ist generell bekannt für seine Sozialberatung und Rechtsvertretung seiner Mitglieder (60 Euro Jahresgebühr): Sozialverband VdK - Kreisverband Köln.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Köln ist der Dachverband und Plattform für rechtlich selbständige, gemeinnützige Vereine und Gesellschaften sowie für Initiativen und Selbsthilfegruppen, die mit ihren Angeboten, Diensten und Einrichtungen vielfältige soziale Hilfen für die Menschen vor Ort bereit halten.: Der Paritätische in Köln.

Der Verein Kölner Tafel e.V. beliefert ca. 180 soziale Einrichtungen im kölner Stadtgebiet mit Lebensmitteln, die ihnen zuvor gespendet wurden. Hierzu zählen auch viele Lebensmittelausgabestellen (Siehe Karte!): Kölner Tafel e.V..

Vollbildanzeige

Diese Karte benutzt das Kartenmaterial von www.openstreetmap.org und wurde mit http://umap.openstreetmap.fr/de/ bearbeitet.