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buchcover

Andreas Franco: Politik in Köln.
Grundlagen, Personen, Geschichten,
Stadt Köln, Bezirke; 07. Juni 2016.

208 Seiten; 12,95 Euro.
Zu beziehen über den Buchhandel (z.B. Amazon, Thalia) oder direkt hier: kontakt@politik-in-koeln.de

icon Köln als Wirtschaftsmacht. Der Konzern Köln.

Gemäß § 117 Gemeindeordnung NRW hat die Stadt Köln jährlich

"...einen Beteiligungsbericht zu erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung, ... zu erläutern ist."
Der 1.658 Seiten starke Beteiligungsbericht 2013 wurde am 23. Juni 2015 vom Rat behandelt.

Alleine das Inhaltsverzeichnis listet ca. 100 Betriebe auf, die direkt oder über Beteiligungen mit der Stadt Köln verbunden sind. Im Text selbst folgen dann noch weitere Beteiligungen dieser Unternehmen. Einen ersten Überblick verschaffen die Grafiken ab Seite 9.

Diese Beteiligungen sind für die Stadtpolitik relevant!

So ist die GAG Immobilien GmbH zuständig für die Versorgung der kölner Bevölkerung mit günstigem Wohnraum. Die GAG gehört zu 88,21 % der Stadt Köln.

Die RheinEnergie AG ist der Strom-, Gas-, Wasser und Wärmeversorger der Stadt Köln. Die Beteiligungen sind hier komplexer. Der Stadt Köln gehören 100 % der Stadtwerke Köln, denen wiederum gehören 90 % der GEW Köln AG (10 % Stadt Köln). Die RheinEnergie AG gehört nun wiederum zu 80 % der GEW und zu 20 % der RWE.

Gemäß § 108 Abs. 1 Nr. 6 GO NRW hat sich die Gemeinde in allen städtischen Unternehmen einen angemessenen Einfluss zu sichern, insbesondere in einem Überwachungsorgan.
Dieser Einfluss findet bei den AG's über die Hauptversammlungen und die Aufsichtsräte statt, in die der Stadtrat bzw. die Hauptversammlung seine/ihre Vertreter entsendet. Die Größe der jeweiligen Aufsichtsräte ist in den jeweiligen Unternehmenssatzungen festgelegt.

Struktur der Aktiengesellschaft:

  • Hauptversammlung
    • Die Aktionäre (Eigentümer) üben ihre Rechte in der Hauptversammlung aus (§ 118 AktG).
    • Sie ist zuständig u.a. für die Satzung, in der das Unternehmensziel festzuhalten ist (§ 119 AktG).
    • Sie bestellt die Mitglieder des Aufsichtsrats (§ 119 AktG).
  • Aufsichtsrat
    • Der Aufsichtsrat wählt die Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre (§ 84 AktG).
    • Er überwacht die Geschäftsführung (§ 111 AktG).
    • Bestimmte Arten von Geschäften dürfen nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden (§ 111 AktG).
    • Für Aufsichtsräte gelten dieselben Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflichten wie beim Vorstand (§ 116 AktG).
  • Vorstand/ Geschäftsführung
    • Der Vorstand hat unter eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten (§ 76 AktG).
    • Er hat die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden und über vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesellschaft Stillschweigen zu bewahren (§ 93 AktG).

Für die GmbH einer Kommune gelten ähnliche Bestimmungen, da für sie i.d.R. ein Aufsichtsrat nach § 108 Abs. 1 Nr. 6 GO NRW vorhanden ist (GmbHG: Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat, Geschäftsführer). Bei kleinen GmbH's wird aber auch gern auf den Aufsichtsrat verzichtet. Dann kümmert sich die Gesellschafterversammlung um alles.

Egal, welche Rechtsform gewählt wird: die Vertreter der Gemeinde in den Aufsichtsräten, Gesellschafterversammlungen, etc. sind an die Beschlüsse des Stadtrates und seiner Ausschüsse gebunden (§ 113 Abs. 1 GO NRW).

Gerade die Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflichten der Aufsichtsräte und der Geschäftsführung werden fälschlicherweise immer wieder gerne herangezogen, um Informations- oder Änderungswünsche der politischen Vertreter oder der Bürger abzuwehren.

Ein aktuelles Beispiel:

Die Initiative Tschö RheinEnergie fordert in einer Petition die Abschaltung des Braunkohleblocks im Heizkraftwerk Köln-Merkenich. Dazu erklärt der energiepolitische Sprecher der Grünen Stadtratsfraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der RheinEnergie AG:

"Der RheinEnergie-Vorstand ist aber nach Aktienrecht verpflichtet, jeweils die wirtschaftlichste Lösung zu wählen. Diese darf der Vorstand nur rein betriebswirtschaftlich betrachten – ohne Berücksichtigung externer Folgekosten."
Der Vorstand müsste deshalb qua Aktiengesetz den jeweils billigsten = umweltschädlichsten Atom- bzw. Braunkohlestrom hinzukaufen.
16.12.2015: „Tschö RheinEnergie“-Kampagne gegen das Braunkohlekraftwerk Merkenich: Gut gemeint, aber kontraproduktiv.

Unabhängig davon, ob man die Forderung von "Tschö RheinEnergie" teilt: Der Vorstand der RheinEnergie AG hat bei der Umsetzung des Satzungsziels "...die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden...". Steht in der Satzung, das Satzungsziel ist ohne Verwendung von Atomstrom oder Braunkohleenergie zu realisieren, dann würde der Vorstand gegen seine Pflichten verstoßen, wenn er sich nicht an die Satzung halten würde. Gleiches gilt für einen Beschluß der Hauptversammlung. Insofern taugt auch hier das Aktienrecht nicht zur Begründung, eine demokratisch legitimierte Entscheidung sei nicht möglich.

Nicht im Beteiligungsbericht aufgeführt:

Sparkasse KölnBonn

Träger ist der "Zweckverband Sparkasse KölnBonn", an der zu 70 % die Stadt Köln und zu 30 % die Stadt Bonn beteiligt sind (Jahresbericht2014, S. 92).

  • Ratssitzung vom 12.11.2015: TOP 17.13: Weisung an die in die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Sparkasse KölnBonn durch den Rat der Stadt Köln entsandten Vertreter für Abstimmungen in der Verbandsversammlung.
  • Ratssitzung vom 02.09.2014: TOP 2.1.2: Sparkasse KölnBonn: Weisung an die in die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Sparkasse KölnBonn durch den Rat der Stadt Köln entsandten Vertreter für Abstimmungen in der Zweckverbandsversammlung.
  • Ratssitzung vom 02.09.2014: TOP 2.1.1: Zweckverband Sparkasse KölnBonn hier: Bestellung der Verbandsmitglieder.

Die Kölner Wirtschaftsbetriebe laut Beteiligungsbericht 2013:

Siehe auch den Konzernspiegel.

Auf der Stadtratssitzung vom 02.09.2014 fand die Neubestimmung vieler Aufsichtsräte statt: TOP 2: Wahlen - personelle Besetzung weiterer Gremien.

Ver- und Entsorgung, Verkehr

  • Stadtwerke Köln GmbH (SWK)(100 % Stadt Köln) (Geschäftsberichte/ Homepage)
    • AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH & Co. KG (100 % SWK) (Geschäftsberichte/ Homepage)
    • AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln Verwaltung GmbH (100 % SWK)
    • AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (50,1 % SWK; 49,9 % Remondis GmbH Rheinland/ Homepage)
      • GVG Gewerbeabfallsortierung und Verwertung Gesellschaft Köln mbH (100 % AVG)
      • KVK Kompostierung und Verwertung Gesellschaft Köln mbH (100 % AVG)
    • Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH (WSK)(100 % SWK/ Homepage)
    • Kölner Außenwerbung GmbH (KAW)(49 % SWK; 51 % Ströer Media Deutschland GmbH & Co. KG)
    • Radio Köln GmbH & Co. KG (25 % SWK; 75 % RRB Rheinische Rundfunkbeteiligungsges. mbH & Co. KG)
  • GEW Köln AG (10 % Stadt Köln; 90 % SWK) (Geschäftsberichte/ Homepage)
    • RheinEnergie AG (80 % GEW; 20 % RWE) (Geschäftsberichte)
      • AggerEnergie GmbH
      • AS 3 Beteiligungs GmbH
      • Bergische Licht-, Kraft- und Wasserwerke GmbH
      • BFSZ Köln Boden-Forschungs- und Sanierungs-Zentrum GmbH
      • Colonia Cluj-Napoca Energie S.R.L
      • Energieversorgung Dormagen GmbH
      • Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG
      • Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
      • Energotec Energietechnik GmbH
      • Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft
      • GT-HKW Niehl GmbH
      • RheinEnergie Biokraft GmbH
      • RheinEnergie Express GmbH
      • RheinEnergie Grünstromdirekt GmbH
      • RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH
      • RheinEnergie HKW Rostock GmbH
      • RheinEnergie Solar GmbH
      • RheinEnergie Trading GmbH
      • RheinEnergie Windkraft GmbH
      • Rheinische NETZGesellschaft mbH
      • RheinWerke GmbH
      • rhenag Rheinische Energie AG
      • Stadtwerke Leichlingen GmbH
      • Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG
      • Stadtwerke Lohmar Verwaltungs-GmbH
      • Stadtwerke Troisdorf GmbH
      • TradeSoft RM GmbH
    • Stadtwerke Düsseldorf AG (20 % GEW)
    • NetCologne GmbH (100 % GEW)
      • NetAachen GmbH
      • NetRegio GmbH
    • Brunata/METRONA
      • Brunata Wärmemesser-Gesellschaft – Schultheiss GmbH & Co (100 % GEW)
      • Verwaltungsgesellschaft Schultheiss mbH (100 % GEW)
      • METRONA Wärmemesser Gesellschaft – Schultheiss GmbH & Co (100 % GEW)
      • Unternehmensverwaltungsgesellschaft METRONA mbH (100 % GEW)
    • RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH (34,43 % GEW; 65,57 % RW Finanzinvestorengesellschaft I+II mbH, Düsseldorf)
  • Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) (10 % Stadt Köln; 90 % SWK) (Geschäftsberichte)
    • Kölner Seilbahn GmbH
    • RC-Data GmbH i.L.
    • Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen
    • KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH
    • DKS Dienstleistungegesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH
    • Schilling Omnibusverkehr GmbH
      • K-B-S Busreisen GmbH
      • K.R.B.-Busreisen GmbH
  • Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) (39,2 % Stadt Köln; 54,5 % SWK, 6,3 % Rhein-Erftkreis) (Geschäftsberichte)
    • HTAG Häfen und Transport AG
    • Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH
    • RheinCargo GmbH & Co KG
    • RheinCargo Verwaltungs-GmbH
    • Rheinland Cargo Schweiz GmbH Basel
  • Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) (100 % Stadt Köln)
  • Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (50 % Stadt Köln; 50 % Bonn und andere Umlandgemeinden)
  • Flughafen Köln/Bonn GmbH (FKB) (31,12 % Stadt Köln; 30,94 % BRD; 30,94 % NRW, 7 % andere) (Geschäftsberichte)
  • e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)

Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten

  • Grund und Boden GmbH (Grubo) (38 % Stadt Köln; 62 % GAG)
    • modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH
  • GWG Wohnungsgesellschaft Rhein-Erft mbH (GWG) (5,46 % Stadt Köln)
  • e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)

Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung

  • Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH (25,1 % Stadt Köln)
  • KölnKongress GmbH (51 % Stadt Köln (e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln); 49 % Koelnmesse GmbH)
  • Koelnmesse GmbH (79,075 % Stadt Köln; 20 % Land NRW)
    • Koelnmesse Ausstellungen GmbH (100 % Koelnmesse GmbH)
  • KölnTourismus GmbH (100 % Stadt Köln)
  • Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH (KGAB) (100 % Stadt Köln)
  • GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln (27,6 % Stadt Köln; 67,4 % RE Cologne Industriebau GmbH...; 5 % Kölner Bank eG)
  • RTZ Rechtsrheinisches Technologie – und Gründerzentrum Köln GmbH (99,9 % Stadt Köln, 0,1 % Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln)
  • BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG (100 % Stadt Köln)
  • BioCampus Cologne Management GmbH (100 % Stadt Köln)
  • moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH (51 % SWK, 49 % Stadt Köln)
  • Butzweilerhof Verwaltung GmbH (100 % moderne stadt Ges.z.Förderung...)
  • Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG (100 % Stadt Köln)
    • msk-colonia Projektentwicklungsgesellschaft mbH
  • e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)

Soziales

  • Sozial-Betriebe-Köln gGmbH (SBK) (100 % Stadt Köln)
  • Kliniken der Stadt Köln gGmbH (100 % Stadt Köln)
    • RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik GmbH (52 % Kliniken der Stadt Köln, 48 % RehaNova Ges. f. innov. Rehabilitation mbH)
  • CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR (5,8 % Stadt Köln, NRW, andere Kommunen)
  • Jugendzentrum Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH (JugZ) (51 % Stadt Köln, 49 % Verein Jugendhilfe Köln e.V.)

Kultur, Sport, Erholung

  • KölnMusik Betriebs- und Service GmbH (KölnMusik: "Kölner Philharmonie") (89,93 % Stadt Köln; 10,07 % WDR)
  • AchtBrücken GmbH (51 % Stadt Köln, 49 % KölnMusik GmbH)
  • Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH (100 % Stadt Köln)
  • AG Zoologischer Garten Köln (88,11 % Stadt Köln, Kleinaktionäre)
    • Zoo Gastronomie GmbH (100 % AG Zoologischer Garten Köln)
  • Kölner Sportstätten GmbH (100 % Stadt Köln)
  • e.E. Bühnen der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)
  • e.E. Gürzenich-Orchester (100 % Stadt Köln)
  • e.E. Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud (100 % Stadt Köln)

Die RWE ist mit 20 % an der RheinEnergie AG beteiligt. Aber auch die Stadt Köln ist an der RWE AG beteiligt.

Im Regionalbeirat Mitte der RWE ist die Stadt Köln durch den Vorstandsvorsitzenden der RheinEnergie, Herr Dr. Steinkamp, als Mitglied und Herrn OB a.D. Roters als Gast vertreten. Herr Roters dürfte demnächst durch Frau Reker ersetzt werden. Der Beirat berät die Unternehmensleitung der RWE in Fragen der Unternehmens- und Energiepolitik mit kommunalem Bezug. Die Mitglieder werden vom Vorstand der RWE berufen.

Im 20-köpfigen Aufsichtsrat der RWE AG ist die Stadt Köln selbst aktuell (Jan.2016) nicht vertreten.

In der RWE Tochter RWE Power wird mit Stand Juni 2014 noch Herr OB a.D. Roters als Mitglied im Aufsichtsrat angegeben. Auch dieser Posten könnte demnächst durch Frau Reker besetzt werden.

Wem gehört die RWE?

Die Aktionärsstruktur entnehmen wir dem Geschäftsbericht 2014 der RWE (S. 12):

  • 86 % institutionelle Aktionäre
    • (15 % RWEB GmbH*, 5 % BlackRock Inc., 66 % andere)
    • (30 % Deutschland, 19 % Kontinentaleuropa o.Dtl., 19 % UK/Irland, 16 % USA/Kanada, 2 % sonstige)
  • 13 % Privataktionäre
  • 1 % Belegschaftsaktionäre

* In der RWEB GmbH sind ein Großteil der kommunalen Anteile gebündelt.

Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VKA), Essen

Der VKA nimmt die kommunal- und aktienrechtlich zulässige Interessenvertretung von derzeit 86 Gesellschaftern bei der RWE AG wahr. Der Verband selbst hat 1992 alle Anteile an RWE ausgegliedert (RW Holding AG).

Die Stadt Köln (genauer die GEW Köln AG) hält einen Anteil von 1,69 % an der VKA (Stammkapital der VKA: 127,8 TEuro) (Beteiligungsbericht 2013, S. 162)

RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II GmbH, Düsseldorf

Der kommunale RWE-Aktienbesitz:

  • 1992 wurde die RW Holding AG durch Kommunen, Sparkassen und Landesbanken gegründet. Danach beteiligten sich auch diverse Finanzunternehmen. Sie bündelte die Beteiligungen an der RWE AG.
  • 1975 gründeten die Stadt Dortmund, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Hochsauerlandkreis die Kommunale Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH (KEB GmbH). Sie bündelte die Beteiligungen an der VEW AG.
  • 2002 schlossen sich RWE und VEW zusammen. Aus der KEB GmbH wurde die KEB Holding AG. Die KEB AG und die RW Holding AG gründeten die RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG. Mittlerweile beteiligen sich an der RWEB noch weitere kommunale Kommanditisten.
rweb.jpg

Bis 2013 hielt die Stadt Köln (GEW Köln AG) 5,03 % direkt an der RW Holding AG. Diese wurden 2013 in die neu gegründete RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II GmbH eingebracht.

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Zahlen für Ende 2012/2013: (Versuch einer Näherung)

  • Die RWE AG hat 575,7 Mio. Stamm- und 39,0 Mio. Vorzugsaktien ausgegeben: 614,7 Mio. Aktien.
  • Die RWEB GmbH besitzt 91.784.922 RWE-Aktien: (ca. 15 %)
  • Die RW Holding AG ist mit 31,82% an der RWEB GmbH beteiligt: ca. 29.205.962 RWE-Aktien (ca. 4,75 %)
  • Die Stadt Köln (GEW Köln AG) hielt 5,03 % an der RW Holding AG: ca. 1.469.060 RWE-Aktien (ca. 0,24 %)
Beteiligungsbericht 2012, S. 166, 177 und Beteiligungsbericht 2013, S. 173, 661; www.finanzen.net/Aktien/RWE-Aktie.


Die Sparkasse KölnBonn gehört zu 70 % der Stadt Köln und zu 30 % der Stadt Bonn. Über deren Anteile an RWE ist mir nichts bekannt.

Weitere Infos:

  • Laut Ratsinformationssystem Mülheim a.d. Ruhr hatte die GEW Köln AG 2011 genau 1.461.817 RWE-Aktien.
  • Laut Zeitungsartikel KStA vom 18.08.2005 hatte die GEW Köln AG 2005 insgesamt 4,5 Mio. RWE-Aktien verkauft.
  • Laut Zeitungsartikel KStA vom 18.08.2005 hatte die Stadt Köln selbst damals 118.120 RWE-Aktien.

Anhand der Sparkasse sowie der Stadtwerke Köln GmbH sollen exemplarisch die Bezüge dargestellt werden. Bei den Stadtwerken werden für die Mitglieder auch die Bezüge der Tochterunternehmen mit angegeben. In den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der Tochterunternehmen gibt es jedoch noch weitere Personen. All die städtischen Unternehmen hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.

Sparkasse KölnBonn

Vorstand 2014

NameFunktionvon - bisBezüge 2014
Artur GrzesiekVorsitzender01.01.2014 - 31.12.2014744.600
Dr. Joachim SchmalzlMitglied01.01.2014 - 31.12.2014526.600
Ulrich VoigtMitglied01.01.2014 - 31.12.2014546.600
Dr. Christoph SiemonsMitglied01.01.2014 - 31.12.2014525.500
Rainer VirnichStellv. Mitglied01.01.2014 - 31.12.2014220.500

* Jahresbericht 2014 (1,2 MB), S. 80).

Verwaltungsrat 2014

NameFunktionvon - bisBezüge 2014
Martin BörschelVorsitzender, MdR SPD01.01.14 - 31.12.1444.500
Guido Déus1. Stellv. Vorsitzender01.01.14 - 31.12.1428.400
Winrich GranitzkaMdR CDU; 2. Stellv. Vorsitzender01.01.14 - 01.12.1432.100
Birgit GordesMdR CDU; 2. Stellv. Vorsitzende02.12.14 - 31.12.144.400
Götz BacherMdR SPD; Stellvertr.01.01.14 - 01.12.141.500
Dr. Carl W. BarthelBV4 CDU02.12.14 - 31.12.141.200
Dr. Karlheinz BenteleSPD01.01.14 - 31.12.148.200
Klaus Bersch01.01.14 - 01.12.147.000
Jürgen Biskup01.01.14 - 31.12.1412.100
Rolf Brief01.01.14 - 31.12.1410.200
Jürgen Didschun01.01.14 - 31.12.147.700
Jörg FrankMdR Grüne; Stellvertr.01.01.14 - 31.12.14500
Ursula GärtnerMdR CDU; Stellvertr.01.01.14 - 31.12.141.000
Werner Hümmrich01.01.14 - 31.12.147.200
Axel KaskeSPD; Stellvertr.02.12.14 - 31.12.147.700
Johannes KlemmerStellvertr.01.01.14 - 01.12.14500
Irmgard Kroll01.01.14 - 31.12.147.700
Irene Kuron02.12.14 - 31.12.141.500
Inge Mohr01.01.14 - 01.12.146.400
Barbara MoritzMdR Grüne01.01.14 - 01.12.149.800
Prof. Dr. Karl Mosler01.01.14 - 01.12.147.100
Jürgen NimptschOB Bonn01.01.14 - 31.12.1416.900
Mark Stephen PohlFDP02.12.14 - 31.12.14700
Brigitta PoppeStellvertr.01.01.14 - 31.12.14500
Bärbel Richter01.01.14 - 31.12.1419.400
Jürgen RotersOB Köln01.01.14 - 31.12.1421.000
Tom Schmidt01.01.14 - 31.12.148.200
Gisela StahlhofenMdR Linke02.12.14 - 31.12.141.200
Ralph SterckMdR FDP01.01.14 - 01.12.147.000
Martin WambachGrüne01.01.14 - 01.12.146.100
Gero Wiesenhöfer02.12.14 - 31.12.141.200
Andreas WolterMdR Grüne02.12.14 - 31.12.143.500
Michael ZimmermannSPD02.12.14 - 31.12.142.300

* Jahresbericht 2014 (1,2 MB), S. 79.

Stadtwerke Köln GmbH

Geschäftsführung 2014

NameFunktionvon - bisBezüge 2014
Dr. Dieter SteinkampSprecher01.01.2014 - 31.12.2014795.400
davonSWK01.01.2014 - 31.12.201443.100
davonRE01.01.2014 - 31.12.2014728.200
davonGEW01.01.2014 - 31.12.201424.100
Jürgen Fenske01.01.2014 - 31.12.2014426.000
davonSWK01.01.2014 - 31.12.201438.600
davonKVB01.01.2014 - 31.12.2014387.400
Horst Leonhardt01.01.2014 - 31.12.2014407.800
davonSWK01.01.2014 - 31.12.201438.600
davonHGK01.01.2014 - 31.12.2014369.200

* Geschäftsbericht 2014 (2,5 MB), S. 9 u. 86.

Aufsichtsrat 2014

NameFunktionvon - bisBezüge 2014aus Tochteruntern.
Martin BörschelMdR SPD; Vorsitzender01.01.14 - 31.12.1443.30036.200
Robert StockhausenANV; Stellv. Vorsitzender01.01.14 31.12.1414.2009.200
Werner BierfeldANV01.01.14 - 31.12.149.8007.500
Jörg DetjenMdR Linke01.01.14 - 31.12.142.0000
Hermann-Josef DoerfnerANV01.01.14 - 30.09.141.8000
Susana dos Santos-HerrmannMdR SPD01.01.14 - 31.12.145.1002.800
Dr. Ralph ElsterMdR CDU02.09.14 - 31.12.144.3003.000
Jörg FrankMdR Grüne01.01.14 - 31.12.1419.80017.500
Norbert GraefrathANV01.01.14 - 30.06.148000
Kirsten JahnMdR Grüne02.09.14 - 31.12.143.9002.700
Christoph Kahl 01.01.14 - 02.09.145000
Karl Jürgen Klipper 01.01.14 - 02.09.1439.10037.500
Harald KrausANV01.10.14 - 31.12.143.6003.100
Hans LöderANV01.01.14 - 31.12.144.2001.900
Barbara Lübbecke, Dr.SPD01.01.14 - 31.12.142.3000
Barbara MoritzGrüne01.01.14 - 02.09.147.0006.000
Wolfgang NoldenANV01.01.14 - 31.12.1437.20033.900
Christa NottebaumANV01.01.14 - 31.12.142.0000
Petra PeheyeANV01.01.14 - 31.12.142.3000
Bernd PetelkauMdR CDU02.09.14 - 31.12.145.3003.500
Jürgen RotersOB01.01.14 - 31.12.149.3008.000
Karl SchroetelerANV01.07.14 - 31.12.141.3000
Torben SeeboldANV01.01.14 - 31.12.143.3001.800
Ralph SterckMdR FDP01.01.14 - 31.12.1410.3008.000
Markus SterzlANV01.01.14 - 31.12.1413.40011.100

* Geschäftsbericht 2014 (2,5 MB), S. 8 u. 85.

ANV: Arbeitnehmervertreter, MdR: Mitglied im Stadtrat.

Das Haushaltsvolumen der Stadt Köln beläuft sich Jährlich auf ca. 4 Mrd. Euro. Davon sind laut Planentwurf 2015 für Investitionstätigkeiten 412 Mio. Euro (2014: 297 Mio., 2013: 163 Mio.) vorgesehen. Bei Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen sind 502. Mio. Euro (2014: 418 Mio., 2013: 364 Mio.) vorgesehen (Quelle). Hinzu kommen natürlich noch alle Ausgaben der Beteiligungen.

Die Vergabepraxis einer Kommune hat insofern auch politische Relevanz. So kann sie trotz aller rechtlichen Vorgaben (EU, Bund, Land) zum Schutze vor Korruption und zur Gleichbehandlung ein Stück weit eingesetzt werden, um z.B. ortsansässige kleine und mittelständische Unternehmen besonders zu fördern. Eine Stadt hat nach Ausschreibungen den günstigsten Anbieter zu wählen. Der günstigste Anbieter ist hierbei nicht der billigste. Räumliche Nähe kann hierbei positiv zu Buche schlagen (Gewährleistungsrechte, Nachbesserungen, Wartungsarbeiten).

Die Stadt Köln beschäftigt knapp 17.000 Mitarbeiter/innen. Die Personalauszahlungen liegen bei knapp 800 Mio. Euro (Quelle).